Sonntag, 21. Februar 2010

Springbrook

Letzte Woche war ich mit ein paar Arbeitskollegen im Regenwald um dort ein neues Sensornetzwerk zu errichten. Außerdem haben wir dort neue Sensoren (unter anderem auch die von meiner Bachelorarbeit) installiert.
Montag Morgen ging es dann los zum Springbrook Nationalpark. Dieser liegt ca. 85km südlich von Brisbane auf Höhe der Gold Coast, nur etwas landeinwärts. Wenn man von Regenwald redet, dann denken viele, so wie ich am Anfang, gleich an den dicksten Jungel. Dem ist aber nicht so. Dort wo wir arbeiteten war es ein Mix aus Wiesen, Wald und hohem Gras und das ganze in einem kleineren Gebirge.

Vier Tage lang haben wir uns durch unwegsames Gelände gekämpft, sind durch Sümpfe gewartet und haben uns gegen Schlangen verteidigt. Und das alles nur für unsere geliebten Sensoren.
Natürlich war es nicht so dramatisch, aber teilweise doch anstrengend und aufregende. Besonders wenn man am ersten Tag gleich einer großen Red-Bellied-Black-Snake über den Weg läuft. 

Ich lief hinter einem Kollegen her und sah etwas schwarzes neben ihm das sich im Gras bewegte. Es war ca. 1m von ihm entfernt. Doch bevor ich etwas sagen konnte machte die Schlange auch schon einen Satz und machte sich aus dem Staub. Zum Glück hatte sie wohl mehr Angst vor uns als wir vor ihr. Mein Puls war jedoch erst mal auf 180 und ab da an schaute ich wirklich sehr sehr genau auf jeden Schritt den ich machte. Aber wire waren vorbereitet und hatten eine Einweisung wie man bei einem Schlangenbiss vorgehen muss und wir trugen hohe Gummistiefel als Vorsichtsmaßnahme. Jonathan sah den Tag darauf zwar noch eine Tigersnake (eine der giftigsten Schlangen der Welt), aber ich zum Glück nicht.
Das Wetter dort war sehr wechselhaft. Einmal war es sonnig mit ca. 30°C und eine kurze Zeit später hat es heftig geregnet und es waren auf einmal nur noch 20°C.

Die Arbeit war zwar teilweise etwas anstrengend, aber es hat Spaß gemacht und ich möchte diese Erfahrung nicht missen. Am letzten und anstrengensten Tag wurden wir dann noch mit einem herrlichen Ausblick belohnt. Bei schönem Wetter kann man vom Gipfel des Berges die Küste sehen und sogar bis Brisbane schauen. 

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